NACHTMUSIK
Requiem für 3 Personen in 2 Bildern
Schauspiel von Rolf Hochhuth

NACHTMUSIK - EIN MOZART- KRIMI UM LIEBE UND TOD

Das Schlossparktheater würdigt anlässlich des Mozartjahres Ende März/Anfang April 2006 in einer Doppelhommage W. A. Mozart und den Dramatiker Rolf Hochhuth zu dessen 75. Geburtstag am 1. April 2006.

Der Künstlerische Leiter des Hauses, Andreas Gergen, wird Hochhuths 2001 am Citizens Theatre in Glasgow uraufgeführtes Schauspiel NACHTMUSIK als Deutsche Erstaufführung inszenieren. Gergen möchte damit sowohl an die Tradition des Schlossparktheaters als Schauspielhaus anknüpfen und wie schon bei PINKELSTADT-DAS MUSICAL mit Erstaufführungen zeitgenössischer Autoren präsent sein, als auch in seiner Umsetzung mit drei Schauspielern und einem kommentierenden A-Capella-Chor seinen ersten Beitrag zum Mozartjahr zur Diskussion stellen. Im Dezember 2006 inszeniert Andreas Gergen dann Mozart auch auswärts: DIE ZAUBERFLÖTE für das Saarländische Staatstheater Saarbrücken.
NACHTMUSIK folgt einer der Theorien zum Tode des Komponisten und dramatisiert in einem spannenden Psychogramm zwischenmenschlicher Gefühle die Tragödie der Magdalena Hofdemel, einer der drei Frauen, die dem Sarg des ermordeten Mozart folgten.
Am Tag von Mozarts Beisetzung gerät Magdalena, seine Schülerin und Geliebte, in einen handfesten Streit mit ihrem Mann, dem Hofkanzlisten Hofdemel. Sie gesteht ihre Untreue, er den Mord an dem berühmten Komponisten. Die Abgründe einer zerrütteten Ehe tun sich auf.
Rasend vor Eifersucht geht er mit dem Messer auf sie los und tötet sich dann selbst. Schwer verletzt sucht Magdalena Kaiser Leopold II. auf, um für ihren Mann ein christliches Begräbnis zu erbitten.

" Hochhuth untersucht, wie Individuen sich in Extremsituationen verhalten und mit der 'Realpolitik' der Macht kollidieren ... und er erweist sich dabei als ein hervorragender Menschenkenner." (The Times)

Spieltermine:
Preview: 30.3.2006 (20 Uhr)
Presse-Preview: 31.3.2006 (20 Uhr)
Dt. Erstaufführung, Premiere und Geburtstagsgala: 01.04.2006 (20 Uhr)
Weitere Aufführungen: 02.04.2006 (19 Uhr), 03.04.2006 (20 Uhr)

Weitere Termine in der laufenden Spielzeit.

Inszenierung: Andreas Gergen
Bühnenbild: Fred Berndt
Kostüme: Regina Schill
Musikalische Leitung und Arrangements: Carsten Gerlitz

Schauspieler: Lisa Karlström, Stephan Wolf-Schönburg, Helmut Rühl

Infoquelle: www.schlossparktheater.de

Schlossparktheater Berlin
Schlossstrasse 48
12165 Berlin

Telefon: +49 (0)30 / 700969-0
Telefax: +49 (0)30 / 700969-11
KASSE: +49 (0)30 / 700969-15

 

Die Vorstellungen am Schloßtheater Moers
mit YVONNE, DIE BURGUNDERPRINZESSIN
sind weiter an folgenden Terminen:

März: Fr 24.
April: Do 6., Fr 7., Sa 29., So 30.

Beginn jeweils um 19:30 Uhr im Schloßtheater Studio.

Schlosstheater Moers, Kastell 6 / 47441 Moers
Kartenreservierung: Tel. 02841/201-731
K
artenvorverkauf im Grafschafter Museum, Kastell 9
Di-Fr 9 - 17 Uhr, Sa, So & Feiertags 11 - 17 Uhr

Inszenierung: Birgit Oswald - Bühne & Kostüme: Johanna Deffner
Inhalt: Hartnäckige Verdrängung bestimmt die Rituale am Hof von König Ignaz und König Margarethe. Prinz Philipp unternimmt den Versuch, diese Fassade zu durchbrechen. Aus einer Laune heraus verlobt er sich mit der schweigsamen Yvonne (Lisa Karlström), die keinen Erwartungen entspricht. Aber auch Yvonne folgt den geltenden Konventionen nicht und wird zur Projektionsfläche für die Ängste und Aggressionen der Hofgesellschaft. Jeder entdeckt in sich und im anderen lange unterdrückte Gefühle, deren Äußerungen grotesk-komische Auswüchse annehmen. Am Ende steht eine Tat.


Die bisherigen Theaterstücke:
 
Stück / Theater Rolle / Regie
2006 YVONNE, DIE BURGUNDERPRINZESSIN "Yvonne"
  Schloßtheater Moers Birgit Oswald
     
2004 WIEVIEL HEIMAT "Wirtschaftspionierin"
  Schloßtheater Moers Birgit Oswald
     
2004 EIN SPORTSTÜCK  
  Oldenburgisches Staatstheater Martin Stiefermann
     
2004 DAS MASS DER DINGE "Evelyn"
  Oldenburgisches Staatstheater Murat Yeginer
     
2004 DIE GLASMENAGERIE "Laura Wingfield"
  Oldenburgisches Staatstheater Daniel Ris
     
2003 CASH "Sally Chessington"
  Oldenburgisches Staatstheater Murat Yeginer
     
2003 THE DREAM TRAIN "Julie"
  Oldenburgisches Staatstheater Mark Spitzauer
     
2003 LENCHENS GEHEIMNIS "Lenchen"
  Oldenburgisches Staatstheater Matthias Grön
     
2003 ANTIGONE "Antigone"
  Oldenburgisches Staatstheater Laurant Chétouane
     
2002 SHOCKHEADED PETER "Paulinchen" u.a.
  Oldenburgisches Staatstheater Nico Rabenald
     
2002 YVONNE DIE BURGUNDERPRINZESSIN "Yvonne"
  Oldenburgisches Staatstheater Mascha Pörzgen
     
2002 KABALE UND LIEBE "Luise Miller"
  Oldenburgisches Staatstheater Laurant Chétouane
     
2001 TORTUGA "Mary-Anne O´Malley"
  Oldenburgisches Staatstheater Thomas Bammer
     
1997 HERR PAUL "Anita"
  Staatstheater Wiesbaden Wolf Sesemann
     
1996 MEDEA "Kreusa"
  Musikfestspiele Potsdam-Sanssouci Jürgen Tamchina

DAS MASS DER DINGE

Premiere: 24.04.2004, Uni Oldenburg, Kleinkunstbühne des Studentenwerks
Inszenierung: Murat Yeginer
Besetzung:Juliane Grégori (Jenny),
Lisa Karlström (Evelyn), Manuel Klein (Phillip), Klaus Köhler (Adam)
Inhalt:
Adam liebt Evelyn. Und durch die Liebe verwandelt er sich: Der linkische Student mutiert – unter Mithilfe von Kontaktlinsen, neuem Haarschnitt, Outfit und einem rigorosen Fitness-Programm – zum attraktiven, selbstbewussten Traummann. Romantik, Märchen, Happy End?
Schon die erste Begegnung mit der selbstbewussten Kunststudentin im Museum hätte Adam stutzig machen sollen – und so erwartet ihn bei der Enthüllung von Evelyns »Installations-Projekt« eine böse Überraschung...

In DAS MASS DER DINGE zeigt der amerikanische Dramatiker und Regisseur Neil LaBute (»bash – Stücke der letzten Tage«) eine Schöpfungsgeschichte der besonderen Art, die mit abgefeimtem Witz zentrale Fragen um Kunst und Wahrheit, die Manipulierbarkeit von Körper und Geist oder das Verhältnis der Geschlechter auslotet.
Das Erfolgsstück, das auf einem amerikanischen Uni-Campus spielt, wird in der Galerie Kegelbahn und an der Studentenbühne Unikum an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, geprobt und aufgeführt. In Kooperation mit Studentinnen und Studenten des Fachs Kunst und Medien entsteht für die Galerie eine Ausstellung, die in Bühnenbild und Inszenierung einbezogen wird.

(Quelle: www.oldenburg.staatstheater.de)

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DIE GLASMENAGERIE

Premiere: 10.01.2004, Kleines Haus, Staatstheater Oldenburg
Inszenierung: Daniel Ris
Besetzung:
Ksch. Elfi Hoppe (Amanda Wingfield, die Mutter),
Lisa Karlström (Laura Wingfield, ihre Tochter), Thomas Bammer (Tom Wingfield, ihr Sohn), Thomas Winter (Jim O'Connor, ein netter junger Mann)
Inhalt:
Tom Wingfield beschwört die Vergangenheit: Vor dem Zweiten Weltkrieg lebte er zusammen mit seiner Mutter Amanda und seiner gehbehinderten Schwester Laura in bescheidenen Verhältnissen in St. Louis. Amanda, die schon vor Jahren von ihrem Mann verlassen wurde, klammert sich noch immer an die Legende ihrer Jugend als umschwärmte Südstaatenschönheit. Tom, der die Familie mit einer ihm verhassten Arbeit in einem Schuhlager ernährt, träumt von einer Schriftstellerkarriere und flüchtet sich in die Ersatzwelt des Hollywood-Kinos. Auch Laura zieht sich vor der Realität in ihre Träume zurück und ist genauso zerbrechlich wie die Tiere ihrer geliebten Glasmenagerie. Als Tom auf Druck der Mutter seinen Arbeitskollegen Jim O'Connor zum Abendessen einlädt, gerät die fragile Familiensituation außer Kontrolle, denn Amanda ist fest entschlossen, den »Herrenbesuch« zum Glück ihrer Tochter zu nutzen.

Tennessee Williams (1911-1983) etablierte sich 1944 mit der Glasmenagerie als einer der größten amerikanischen Dramatiker des 20. Jahrhunderts. In dem poetischen »Spiel der Erinnerung«, das aus einem in Hollywood abgelehnten Drehbuch hervorging, verarbeitete er zahlreiche autobiographische Erfahrungen und entwickelte sein großes Thema von der schmerzhaften Kollision zwischen Traum und Realität, Wahrheit und Illusion, das sich auch durch viele seiner späteren Stücke zieht.

(Quelle: www.oldenburg.staatstheater.de)

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CASH

Premiere: 8.11.2003, Kleines Haus, Staatstheater Oldenburg
Inszenierung: Murat Yeginer
Besetzung:
Thomas Birklein (Eric Swan), Bettina Römer (Linda Swan), Henning Kober (Norman Bassett), Martin Kammer (Mr. Jenkins), Ksch. Ruldof Bellgrasch (Uncle George), Lisa Karlström (Sally Chessington), Uwe Kramer (Dr. Chapman), Thomas Winter (
Mr. Forbright), Ksch. Elfi Hoppe (Mrs. Cowper), Julia Ribbeck (Brenda Dixon)
Inhalt:
Eric Swan ist seit zwei Jahren arbeitslos, bringt es aber nicht übers Herz, diese Tatsache seiner Frau Linda zu gestehen.
Vertuschen konnte er bisher alles durch einen Zufall, der seine missliche Situation auf eine völlig neue ökonomische Basis stellte: Gerade in dem Moment, in dem er seinen Job verlor, kam der wöchentliche Scheck vom Sozialamt für seinen gerade nach Kanada ausgewanderten früheren Untermieter.
Dies war nicht nur Erics finanzielle Rettung, sondern auch der Anfang einer zweiten Karriere als Virtuose auf der Klaviatur der großzügigen Sozialverwaltung. Während Linda die ganze Zeit glaubt, er gehe jeden Morgen wie sie zur Arbeit, löst Eric eine Lawine staatlicher Hilfsbereitschaft aus, indem er zusätzlich zu seinem neuen Untermieter Norman Bassett noch Dutzende weitere hilfsbedürftige Hausbewohner erfindet und das soziale Netz zum Trampolin für ungeahnte finanzielle Höhenflüge macht.
Als eines Tages Mr. Jenkins, ein Außenprüfer des Sozialamts, vor der Tür steht, beginnt eine aberwitzige Verwechslungs- und Verwandlungskomödie, an deren Ende eine überraschende Wendung noch für das Happy End sorgt.
Doch welche aberwitzigen Probleme Eric Swan bis dahin lösen muss, sehen Sie ab dem 8. November im Kleinen Haus.
Die schwarze Komödie Cash stammt aus der Feder Michael Cooneys, eines Sohns des Komödien-Altmeisters Ray Cooney, dessen Ausser Kontrolle in der Spielzeit 2000/01 in Oldenburg zu sehen war. Murat Yeginer, der in der vergangenen Spielzeit einen fulminanten Erfolg mit seiner Inszenierung von Woody Allens Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie verbuchen konnte, führt auch bei dieser turbulenten Farce Regie.

(Quelle: www.oldenburg.staatstheater.de)

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THE DREAM TRAIN

Premiere: 21.09.2003, Spielraum, Staatstheater Oldenburg
Inszenierung: Mark Spitzauer
Besetzung:
Uwe Kramer (Baron), Henning Kober (Goldberg), Anne Eversbusch (Laura), Manuel Klein (Chris), Lisa Karlström (Julie)
Inhalt:
Irgendwo im Norden Großbritanniens lebt ein Baron, der als Musikwissenschaftler bekannt geworden ist. Er leidet darunter, keinen Schlaf finden zu können. Ruhe verschafft ihm nur die Musik, und deshalb muss Goldberg (sein Musikautomat) ihn mittels der gleichnamigen Kompositionen Johann Sebastian Bachs in Morpheus' Arme befördern.
Wenn er schläft, träumt er: von seiner Frau Linda, die während einer Zugfahrt einen jungen Mann trifft und sich zu diesem erotisch hingezogen fühlt; von Julia – einer seiner Musikstudentinnen –, in die er sich verliebt und die er auf sein Schloss einlädt.
Der junge Mann, der mit Linda reist, ist auf dem Wege zu seinem Vater, der ihn noch nie gesehen hat. Linda überredet Chris bei ihnen im Schloss zu übernachten. Im Gespräch stellt sich heraus, dass der gesuchte Vater der Baron ist.
Tom McGrath gelingt in seinem DREAM TRAIN ein surreales Verwirrspiel, in dem gleichermaßen auf poetische wie auf komische Weise eine Familiengeschichte erzählt wird. Und die »Musik des großen Komponisten« spielt dabei eine zentrale Rolle.

(Quelle: www.oldenburg.staatstheater.de)

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LENCHENS GEHEIMNIS

Premiere: 14.09.2003, Spielraum, Staatstheater Oldenburg
Inszenierung: Matthias Grön
Bühne und Kostüme: Carola Seibt
Besetzung: Lisa Karlström (Lenchen)

Inhalt:
Unverschämtheit! Nie tun Lenchens Eltern, was sie will. Dafür muss sie ständig tun, was ihre Eltern wollen. Unhaltbare Zustände, findet Lenchen, und holt sich Hilfe bei der Fee Franziska Fragezeichen. Und die weiß tatsächlich eine Lösung: Sie hat für Lenchen zwei verzauberte Zuckerstückchen, die Lenchen ihren Eltern in den Tee mischt. So sieht die Welt doch gleich ganz anders aus: Jetzt schrumpfen die Eltern jedes Mal um die Hälfte ihrer Größe, wenn sie Lenchen widersprechen. Das wird lustig! Aber nach einiger Zeit erscheinen diese minikleinen Eltern Lenchen doch etwas unpraktisch. Sie bittet die Fee, den Zauber rückgängig zu machen. Leider geht dabei etwas schief, und nun wird Lenchen selbst immer kleiner, wenn sie widerspricht. Zuerst merken die Eltern nichts, weil Kinder ja immer klein sind. Aber dann vermissen sie ihre Tochter doch und kommen zum Glück irgendwann auf die Idee, sich ihrerseits an die Fee zu wenden. Zu guter Letzt haben alle ihre ursprüngliche Größe wieder (Lenchen ist sogar ein wenig gewachsen), und sie finden es auch nicht mehr so schlimm, wenn jemand widerspricht.

Michael Miensopust hat aus der Kindergeschichte von Michael Ende ein Erzähltheaterstück für Kinder ab 6 Jahren gemacht, im Oldenburgischen Staatstheater gespielt von Lisa Karlström.

(Quelle: www.oldenburg.staatstheater.de)

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ANTIGONE

Premiere: 18.01.2003, Großes Haus, Staatstheater Oldenburg
Inszenierung: Laurent Chétouane
Besetzung: Lisa Karlström (Antigone)
, Julia Ribbeck (Ismene, Chor), Uwe Kramer (Kreon), Guido Wachter (Ein Wächter, Chor), Norbert Wendel (Haemon, Chor), Elfi Hoppe (Tiresias, Chor), Stefan Kiefer (Ein Bote, Chor), Thomas Birklein (Chor)
Inhalt:
Der Krieg um Theben ist vorbei, die verfeindeten Brüder Eteokles und Polyneikes haben sich gegenseitig getötet. Aus dem Geschlecht der Labdakaiden, von den Kindern des fluchbeladenen Oedipus, sind nur noch die beiden Schwestern Ismene und Antigone am Leben.
Die Macht in Theben hat nun Kreon übernommen, und er versucht mit klaren Befehlen und drakonischen Strafen die Ordnung wiederherzustellen: Eteokles, der Verteidiger der Stadt, soll ein Ehrenbegräbnis erhalten, Polyneikes als Staatsfeind und Verräter aber unbestattet vor den Toren Thebens verwesen. Doch Antigone widersetzt sich hartnäckig den Anordnungen des Herrschers. Sie stellt ihre Pflicht als Schwester und das Gebot der Götter über Kreons Macht und vollzieht die Bestattungsriten. Der Konflikt zweier kompromissloser Menschen, die sich beide im Recht wähnen, kennt keinen Gewinner: Antigone nimmt trotzig für ihre Überzeugung die Todesstrafe auf sich, Kreons Selbstzweifel kommen zu spät, um den Untergang seiner Familie aufzuhalten.
Sophokles' Tragödie „Antigone", die vermutlich 442 v.Chr. in Athen uraufgeführt wurde und ihrem Autor - so legen es zumindest Quellen nahe - die Berufung in das hohe politische Gremium der Strategen einbrachte, erhält durch ihren Modellcharakter zeitlose Aktualität. Die Fragen nach Macht und Widerstand, Individuum und Institution, Kompromissbereitschaft und Prinzipientreue provozieren immer wieder neue Interpretationen. Die Inszenierung des Oldenburgischen Staatstheaters nimmt Friedrich Hölderlins Fassung von 1804 als Grundlage, die mehr eine Bearbeitung als eine Übersetzung des griechischen Textes darstellt.

(Quelle: www.oldenburg.staatstheater.de)

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SHOCKHEADED PETER

Stück von Dr. Heinrich Hoffmann nach dem "Struwwelpeter"
Premiere: 20.09.2002, Kleines Haus
Inszenierung: Nico Rabenald
Bühne und Kostüme: Karin Alberti
Dramaturgie: Andreas Frane
Musik: Hannes Clauss (Schlagzeug), Gerold Donker (Bass), Peter Janßen (Gitarre, Banjo, Ukulele), Hans Kämper (Posaune), Sebastian Venus (Keyboard)
Besetzung: Stefan Kiefer (Der Direktor), Irina Alex (Die Chanteuse), Thomas Birklein (Vater), Bettina Römer (Mutter), Lisa Karlström (Paulinchen u.a.), Klaus Köhler (Suppenkaspar u.a.), Guido Wachter (Böser Friederich u.a.), Thomas Winter (Daumen-Lutscher u.a.)
Inhalt: Als der Frankfurter Arzt Dr. Heinrich Hoffmann im Winter 1844 ein Schreibheft mit Geschichten und Bildern als Weihnachtsgeschenk für seinen Sohn füllte, ahnte er sicher nicht, dass er damit in die Weltliteratur eingehen würde. Die drastischen Warn- und Schreckgeschichten des »Struwwelpeter«, die er zuerst – völlig ohne Ironie – unter dem Pseudonym Reimerich Kinderlieb veröffentlichte, haben seitdem Generationen von Kindern gelesen – und Generationen von Pädagogen verteufelt.
Ungefähr 150 Jahre nach der Entstehung des berühmt-berüchtigten Bilderbuchs kamen Martyn Jacques von der Londoner Kultband »The Tiger Lillies« und die beiden britischen Theatermacher Phelim McDermott und Julian Crouch auf die Idee, Hoffmanns Verse konsequent zuzuspitzen, zu vertonen und als makabere Moritaten in eine neue Form zu gießen. In der daraus entstandenen Junk Opera Shockheaded Peter treten die Figuren des »Struwwelpeter« – vom Zappel-Philipp über den Suppen-Kaspar bis zum garstigen Titelhelden – alle wieder auf, nur um ein noch viel böseres Ende zu nehmen als im Original. Schwarze Pädagogik und schwarzer Humor vermischen sich zu einer Horror-Show der besonderen Art, die sich seit der Londoner Uraufführung 1998 schnell vom Geheimtipp zum Publikumsrenner entwickelt hat:

Seht! Staunt!!! Aber vor allem: Nehmt Euch in Acht!!!

(Quelle: www.oldenburg.staatstheater.de)

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YVONNE DIE BURGUNDERPRINZESSIN

Stück von Witold Gombrowicz
Premiere: 06.04.2002, Kleines Haus
Inszenierung: Mascha Pörzgen
Ausstattung: Christof Cremer
Musikalische Leitung: Sebastian Venus
Besetzung: Lisa Karlström (Yvonne), Norbert Wendel (König Ignaz), Birgit Oswald (Königin Margarethe), Thomas Winter (Prinz Philipp), Henning Kober (Kammerherr), Juliane Grégori (Hofdame Isa), Stefan Kiefer (Cyrill), Nicola Lembach (Erste Tante), Bettina Römer (Zweite Tante), Thomas Bammer (Kanzler und Höfling Innozenz), Nadja Juretzka (Gräfin), Roman Kohnle (Diener Valentin), Nadja Juretzka (Gräfin), Nicola Lembach (Großrichterin), Roman Kohnle (Marschall)
Inhalt: Prinz Philipp verlobt sich zum Entsetzen des Hofes mit der hässlichen, dumpfen und einfältigen Yvonne, weil ihn der verheerende Anblick des Mädchens herausgefordert hat. Er will als freier Geist nicht dem natürlichen Abscheu gehorchen, den ihre widerwärtige Erscheinung in ihm weckt.
Yvonne wird allerdings mit ihrem abstoßenden Wesen, ihrer Schweigsamkeit, Teilnahmslosigkeit und Unbeholfenheit zur permanenten Herausforderung für ihre Umgebung. Verborgene Mängel und Sünden kommen durch sie wieder ins Bewusstsein; ihre natürlichen Defekte lösen gefährliche Gedankenverbindungen zu den eigenen Unvollkommenheiten aus, erscheinen als Anspielungen auf eigene sorgsam verborgene Schwächen. Ein ungesundes Lachen breitet sich aus. Allmählich kann der Prinz dieses Lachen nicht mehr ertragen; er fühlt sich selbst ausgelacht, und als er bemerkt, dass sich Yvonne überdies noch in ihn verliebt hat, beschließt er, sie zu töten. Auch der König, die Königin und der Kammerherr des Königs versuchen - jeder auf eigene Faust - Yvonne zu ermorden. Doch keiner bringt die Tat über sich. Da kommt dem Kammerherrn der rettende Einfall: Man lässt Yvonne - unter suggestiver Nachhilfe - beim Hochzeitsbankett an einer Fischgräte ersticken. Damit ist nicht nur die störende Yvonne beseitigt, sondern auch der rebellische, das Königspaar und den Hof provozierende Geist des Prinzen gebrochen.

Das in "Yvonne" besonders krass dargestellte Thema des Außenseiters, der seine Umgebung herausfordert, der durch sein Anderssein die Konventionen der Mehrheit in Frage stellt, zieht sich leitmotivisch durch Gombrowicz' Schaffen.

(Quelle: www.oldenburg.staatstheater.de)

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KABALE UND LIEBE

Bürgerliches Trauerspiel von Friedrich Schiller
Premiere: 19.01.2002
Inszenierung: Laurant Chétouane
Bühne: Patrick Koch
Kostüme: Sanna Dembowski
Besetzung: Lisa Karlström (Luise Miller), Guido Wachter (Ferdinand), Uwe Kramer (Herr Miller), Elfi Hoppe (Frau Miller), Thomas Birklein (Präsident), Julia Ribbeck (Lady Milford), Alexander Kalouti (Wurm)

Inhalt: "Ein Präsident will seinen Sohn an die Maitresse seines Fürsten verkuppeln, um dadurch seinen Einfluss am Hofe zu erhalten. Das ist die Kabale. Der Sohn des Präsidenten hat sich in eine Geigerstochter vergafft, das ist die Liebe. Zuletzt vergiftet er sich zugleich mit dieser Geigerstochter, das ist denn die vollständige Tragödie."
So lautet die Inhaltsangabe in einer der ersten Rezensionen des bürgerlichen Trauerspiels "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller. Die nun schon über zweihundert Jahre lange Theatergeschichte des am 13. April 1784 in Frankfurt uraufgeführten Stücks beweist jedoch, dass sich hinter dieser einfach klingenden Handlung mehr verbergen muss. "Kabale und Liebe" handelt vor allem von Menschen auf der Suche nach einem Halt in einer ausweglosen Situation, in der Begriffe wie Ehre oder Moral inhaltslos geworden sind. Für Ferdinand, den Sohn des Präsidenten und Luise, die Geigerstochter, bleibt die Flucht in die Vorstellung einer idealen Liebe, auch als Provokation ihren Eltern und ihrem Stand gegenüber. Die Auflehnung gegen alle äusseren Hindernisse ihrer Liebe führt jedoch nicht in die Freiheit, sondern in den Tod.

(Quelle: www.oldenburg.staatstheater.de)

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TORTUGA

Piratengeschichten und Seemannsgarn
von Paul Steinmann und Tandem Tinta Blu
für Menschen ab 8 Jahre, SpielRaum
Premiere: 21.09.2001
Inszenierung: Thomas Bammer
Ausstattung: Heike Scheele
Besetzung: Lisa Karlström (Mary-Ann O'Malley), Jan Fritsch, Thomas Winter
Inhalt: Es gibt Berufe, die man auch heute noch zu den absoluten Männerdomänen zählen kann, wie zum Beispiel Bundesligatrainer, Papst, Formel-1-Weltmeister, U-Boot-General. Im 16. Jahrhundert gab es sicherlich weitaus mehr dieser Positionen, die für Frauen unerreichbar bleiben würden. Bundesligatrainer gab es zwar damals noch nicht, der Beruf des Papstes gehörte schon damals dazu. "Tortuga" erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die in einem Beruf erfolgreich tätig war, den man wohl kaum mit einer Frau in Verbindung bringen würde: sie wurde zur gefürchteten Kapitänin eines Piratenschiffes, mit welchem sie auf den Weltmeeren für Angst und Schrecken sorgte. "Tortuga" erzählt die Lebensgeschichte von Mary-Ann O'Malley, der als Kind zunächst eine hoffnungslose Zukunft bevorzustehen schien. Doppelt schlau und mutig musste sie sein, um in einer reinen Männerwelt bestehen zu können und am Ende eine ganze Mannschaft von Piraten zu führen. "Tortuga" erzählt den Überlebenskampf, Abenteuer, Verzweiflung, Liebe, Tod, Schlauheit und wie es dieser Frau gelingt, gegen alle Widerstände ihren eigenen Platz im Leben zu finden. "Tortuga" ist ein Stück temperamentvolles Erzähltheater mit viel Live-Musik, Phantasie und Komik. Eine Spielerin, ein Spieler und ein Musiker verwandeln sich selber in die verschiedensten Rollen und die Bühne mit minimalster Ausstattung in die unterschiedlichsten Situationen auf dem Lebensweg der Heldin Mary-Anne O'Malley.

(Quelle: www.oldenburg.staatstheater.de)

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letzte Änderung: 24.03.06